Die Erste Hilfe

Die Erste Hilfe

Die Geschichte bis hin zu unseren Aufgaben

Geschichte

Die Erste-Hilfe Ausbildung wie wir sie kennen, gibt es erst seit 1870. Diese wurde von dem preußischen Militärarztes Friedrich von Esmarch abgehalten. Esmarch lehrte den Soldaten zahlreiche Variationen und Techniken, dass vielseitig einsetzbare Dreiecktuch zu nutzen. Lange bevor sie ihr Wissen in einer Notsituation benötigen würden.

1885 wendete sich Esmarch dann an die Vorsitzende des Roten Kreuzes in Lübeck wo er für die Kaufmannschaft einen Vortrag hielt. Darauf folgte die Idee einer Unterweisung für alle Steuerleute an den Seemannsschulen. Die Kurse wurden nun an den Navigationsschulen erstmals für verbindlich erklärt.

Der Erste-Hilfe-Kurs wurde am 01. Oktober 1972 für Medizinstudenten Voraussetzung für die Teilnahme an der ärztlichen Vorprüfung.

Was ist Erste-Hilfe?

Wie der Name schon sagt, die Erstversorgung. In der Rettungskette steht der Ersthelfer an erster Stelle, er sorgt für einen möglichst schnellen Notruf und die Erstversorgung. Dazu gehört die Sicherstellung der Atmung und die Versorgung lebensbedrohlicher Verletzungen.

Dass wir überhaupt Hilfe leisten müssen steht im Strafgesetzbuch §323 c

„Unterlassene Hilfeleistung; Behinderung von hilfeleistenden Personen“, „Wer bei Unglücksfällen oder gemeiner Gefahr oder Not nicht Hilfe leistet, obwohl dies erforderlich und ihm den Umständen nach zuzumuten, insbesondere ohne erhebliche eigene Gefahr und ohne Verletzung anderer wichtiger Pflichten möglich ist, wird mit Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder mit Geldstrafe bestraft.“

Unfälle

Reden Sie über Erste-Hilfe, kommen Sie nicht an dem Thema Unfälle vorbei. Dass im Haushalt die meisten Unfälle passieren, dürfte mittlerweile überall bekannt sein. Grund hierfür ist oftmals Unaufmerksamkeit, hastiges Arbeiten, keine Schutzkleidung, Stolperfallen. Die Deutsche Familienversicherung schrieb 2019 in einem Artikel, dass jährlich etwa 8.000 Menschen im Haushalt verunglücken. Im Straßenverkehr sind es um die 3.500 die ihr Leben verloren.

Um im Ernstfall rund um abgesichert zu sein, lege ich Ihnen ans Herz, Ihren Verbandkasten auf Vollständigkeit zu prüfen. Was Sie im Hinterkopf behalten sollten ist ebenso, dass die verschiedenen sterilen Verbände ein Ablaufdatum besitzen. Ist Ihnen am Sonntag langweilig, können Sie auch mal probieren, wie das Warndreieck denn überhaupt aufgebaut wird.

Unsere Aufgabe

Ein Erste-Hilfe-Kurs schadet nicht. Man weiß nie ob man das Gelernte anwenden muss, im besten Fall hoffentlich niemals. Ich lege jedem ans Herz einen Kurs in regelmäßigen Abständen zu besuchen, ein Abstand von zwei bis drei Jahre ist absolut ausreichend. Organisationen wie Das Rote Kreuz, Die Johanniter, ASB, Malteser bieten Kurse an.

Neben dem klassischen Kurs, gibt es noch die Möglichkeit einen Kurs für Hilfe am Kind/Jugendlichen zu belegen. Außerdem bieten die Johanniter Nürnberg einen Outdoor-Kurs an. Es ist Vorraussetzung einen Kurs für den Führerschein zu belegen zumal Ersthelfer an Schulen und in Firmen diesen Kurs alle zwei Jahre machen müssen.

Erste-Hilfe Kurse

Trotz der hohen Unfallzahlen, die vorallem im Haushalt auftreten, besuchen erstaunlich wenige Menschen einen Erste-Hilfe-Kurs. „Müsste ich ihn nicht wegen der Arbeit machen, würde ich freiwillig nicht hier hin gehen.“, erzählt mir ein Erste-Hilfe-Kursteilnehmer in der Pause. Floskeln wie „mir passiert sowas doch nicht“ oder „ich kam noch nie an einen Unfall“, hört man nur zu oft in den Kursen, die meist von Fahrschüler(innen) und betrieblichen Ersthelfern besucht werden.

Dabei muss es gar kein 9 Stunden Kurs sein. Viele Institutionen, die Erste-Hilfe-Kurse anbieten, bieten auch so genannte „Fresh-Up-Kurse“ an. Ein Kurs, der nicht länger als 2,5 Stunden dauert, beinhaltet die drei wichtigen Themen. Die „Stabile Seitenlage, Herz-Lungen-Wiederbelebung und den Druckverband“. Wenn danach noch Zeit für Fragen bleibt, werden diese im Normalfall geklärt.

Die Rettungskette

Die Reihenfolge der Hilfeleistungen richtet sich nach der jeweils vorgefundenen Notfallsituation. Nach einem Verkehrsunfall steht das Absichern der Unfallstelle und das Retten aus der Gefahrenzone an erster Stelle. Diese Regel gilt grundsätzlich auch bei anderen Notfällen: „Sicherheit geht vor!“

Wenn Sie die erforderlichen Sofortmaßnahmen und den Notruf durchgeführt haben, müssen Sie den Betroffenen weiter betreuen und versorgen.

Allgemeine Erste-Hilfe Maßnahmen

Durch verschiedene Einwirkungen, wie z.B. Störung der Atmung, ein Hitzschlag oder Unterkühlung, Hirnbedingte Krampfanfälle, kann es zu Störungen des Bewusstseins kommen. Bei der Bewusstlosigkeit handelt es sich um eine Störung der vitalen Funktionen.

Die kompletten Muskeln sind auf null zurück gesetzt, was bedeutet, die Zunge, die auch ein Muskel ist, fällt nach hinten. Noch genauer, der Zungengrund legt sich auf die Luftröhre. Dadurch kann der Betroffene nicht mehr atmen, auch wenn sie oft als nicht so schlimm beschrieben wird, ist die Bewusstlosigkeit eine lebensbedrohliche Situation.

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Bilder:

Über den Autor

Leonard Hochholdinger

Person des Öffentlichen Lebens
Nach der Vollendung des Fachabiturs im Bereich Gestaltung, machte er ein Bundes-Freiwilligen-Dienst als Erste-Hilfe-Trainer bei den Johanniter.
Neben den Erste-Hilfe-Kursen malt er Bilder, desweiteren ist er ein großer Musik Liebhaber.