Fit wie ein Turnschuh

Die Sneaker-Szene und ihre Giganten

Sneaker Geschichte

Foto von einem Regal mit Sneaker

Ein Turnschuh ist nicht gleich nur ein Turnschuh. Egal welches Alter oder Geschlecht, die sogenannten Sneaker lassen sich in jeder Gruppe von Menschen finden. Personen, die sich besonders mit Turnschuhen und deren Geschichte befassen, nennen sich Sneaker-Heads.

Nike, Adidas, Reebok, Jordan, Converse und mehr. Diese Firmen dominieren heute die Szene. Seit mehreren Jahrzehnten sind sie im Geschäft. Doch an der Spitze stehen seit Jahren die selben Zwei. 

Sneaker Duell der Geschichte Nike VS Adidas

Bild von einem Armdrück-Wettbewerb

Die zwei Giganten in der Szene sind eindeutig Nike und Adidas. Was auch unter anderem damit zusammen hängt, dass Reebok zu Adidas sowie Jordan und Converse zu Nike gehören. Beide Marken setzen momentan auf einen Mix aus Veröffentlichung älterer, lange nicht erschienener Designs und innovativen Neuentwicklungen.

In Sachen Marketing gehen hier beide auf Partnerschaften mit Prominenten, Unternehmen und anderen Marken ein. Beide wissen auch wo deren Zielgruppe liegt. Nämlich in der breiten Masse und dem Sport. Eigentlich wird jede große Fußballmannschaft von einem der beiden Unternehmen gesponsert. In der National Basketball Association, kurz NBA war Adidas Jahre lang der Sponsor aller Trikots. Jedoch übernahm 2015 Nike die Stelle des NBA-Sponsors. Adidas und Nike liefern sich schon seit deren Existenz einen Wettlauf der Beliebtheit.

Rudolf und Adolf Dassler Sneaker Geschichte

Foto von der Adidas Filiale

Im Jahr 1924 gründeten Rudolf und Adolf Dassler im fränkischen Herzogenaurach die Schuhfabrik „Gebrüder Dassler. Nach knapp 20 Jahren in der Szene mit finanziellen, aber auch persönlichen Höhen und Tiefen beenden die beiden Brüder 1948 ihre Partnerschaft.

Unsere Techniker müssen wissen, wie eine Sportart ausgeübt und welche Spieltechnik angewandt wird, um zu verstehen, warum ein Sportschuh so und nicht anders gefertigt werden muss.

Adolf „Adi“ Dassler

Adolf, auch Adi genannt, benennt die Firma um in Adidas. Jedoch wollte Rudolf ebenfalls weiter mitmischen. So gründete er mit einem Dutzend anderer Mitarbeiter das Unternehmen Puma. Zunächst sind beide Brüder erfolgreich und bauen ihre neuen Marken auf. Dennoch war Adi am Ende der erfolgreichere und gewann den Wettstreit zum Erfolg.

Expansion Anderer, griechische Mythologie

Nike Filiale

Hierbei handelt es sich um einen der größten Modeartikelhersteller der Welt, Nike. 1964 gründeten Bill Bowerman und Phil Knight die Firma Blue Ribbon Sports. Phil war Student an der University of Oregon in Eugene und Teil der Leichtathletik Mannschaft. Bill war der Coach des Teams. Die Firma fungierte anfangs als der amerikanische Vertreiber für den japanischen Hersteller Onitsuka Tiger, dem heutigen Asics.

The cowards never started and the weak died along the way. That leaves us, ladies and gentlemen. Us.

Phil Knight

Doch über die Jahre hinweg verschlechterte sich das Verhältnis zu den japanischen Kollegen. Im Jahr 1971 benannten die beiden die Firma um in Nike und nur ein Jahr später endete die Partnerschaft mit Onitsuka Tiger. Der Name Nike wurde von der griechischen Siegesgöttin Νίκη Níkē oder Νίκα Níka inspiriert.

Umsatz über 20 Milliarden und volle Fahrt voraus

Foto mit viel Geld

Nike expandierte und baute sich auf zu einer der beliebtesten und erfolgreichsten Sportartikelhersteller der Welt. Ein großer Aspekt von Nikes Popularität sind die Kollaborationen mit Musikern, Athleten, Prominenten oder anderen Marken. Gerade durch solches Zusammenarbeiten wuchs der Hype um Nike. Zu den Aktuell beliebtesten Modellen gehören der Nike Dunk, Air Force 1 oder der Air Jordan 1.

Nike und ihre Partnerschaften mit Virgil Abloh, Travis Scott und Tom Sachs oder den Marken Sacai, Supreme und Ben & Jerrys waren eine der erfolgreichsten in letzter Zeit. Limitation und Begrenzung des Verkaufes sind in diesen Fällen ein Schachzug den Modekonzerne.

Converse All Star

Converse All Stars Sneaker

Der Converse All Star ist einer, wenn nicht sogar der bekannteste Sneaker der Welt. Ein Sneaker mit einer menge Geschichte. Eine Silhouette die mittlerweile schon über 100 Jahre alt ist. Marquis Mills Converse gründete 1908 die Converse Rubber Shoe Company. Zu Beginn stellte die Firma Gummistiefel und andere wintertaugliche Schuhe her. Doch 1917 betrat Converse die Welt des Basketball. Mit dem Vorfahre der Chucks genannt die Non-Skids. Converse stellte 1922 den Basketballspieler Charles Chuck Taylor als Verkäufer und Teil-Zeit-Coach des eigenen Basketballteams, die Converse All Stars.

Es Dauerte nicht lange bis Chucks Ideen für die Verbesserungsmöglichkeiten für das Design aufbrachte. Er wollte den Schuh noch mehr für Athleten verbessern. Daraus folgend brachte das neue Model Charles Verbesserungen, sowie den inzwischen ikonischen runden Converse Kreis auf der innen Seite des Schuhs. Darauf Stand der Team Name All Star und Chucks Unterschrift. Den allerersten „Signature“-Schuh zusammen mit einem Sportler, den Converse Chuck Taylor All Star.

Der Schuh war vor allem bei Basketballern und jungen Leuten beliebt. Converse war im Sport sogar so populär, dass von 1936 bis 1968 Chucks die offiziellen Schuhe der Olympischen Spiele war. Doch so lief es nicht immer. Die Fima hatte über die Jahre hinweg mehrmals das Problem fast Pleite zu gehen. Hauptgrund daran war, das Converse ihre Position als Schuh der Athleten nicht aufgeben. Als Nike und Adidas die Szene betraten wechselten die meisten zu den zwei. Converse versuchte sich am Sport festzuhalten anstelle die neue Popularität in der Musik-Szene und als Alltagsschuh zu ergreifen. Im Jahr 2001 musste das Unternehmen Konkurs melden. Daraus folgte, dass Nike 2003 Converse für 305 Milliarden US-Dollar übernahm. Unter Nike wurde Converse wiederbelebt. Jetzt wird die Marke als Klassiker sowie Lifestyle produkte vermarktet.

Gewinn steigern, Profit kassieren

Bild von steigenden Aktien

In Sachen Gewinn und Steigerung des Wiederverkaufswehrt gleicht der Sneaker Markt nur den Uhren und Oldtimern. Ein aktuelles Beispiel hierfür ist der im Mai 2020 erschienene „Chunky Dunky“. Eine Kollaboration zwischen Nike und dem Eiscremehersteller Ben & Jerrys. Ein Kunterbunter Regenbogen schuh mit Wölkchen und Kuhfell-Optik. Der Schuh war sehr limitiert, so das nicht einfach jeder Laden ihn verkaufen konnte. Ausgewählte Ladenbesitzer mussten sich mit maximal 25 Paaren zufriedengeben.

Grafik Umsatz der Sneaker-Hersteller Stand 2019

Durch künstliche Verknappungen gibt es oft eine hohe Nachfrage. Um zu entscheiden welcher Kunde den begehrten Schuh kaufen darf, gibt es verschiedene Möglichkeiten. Die gängigsten sind das sogenannte „Raffle“, zu Deutsch Verlosung oder ein „Camp out“. Vor einem Schuhgeschäft wird Stunden oder auch Tage vorher schon Schlange gestanden. Der Chunky Dunky konnte in ausgewählten Geschäften und Online am 27. Mai für 100 Euro erworben werden. Doch hier kommt nun der springende Punkt. Der Schuh hat aktuell einen durchschnittlichen Wiederverkaufswert von 1.400 Euro. Der richtige Turnschuh als Wertanlage ist in der heutigen Zeit keine so schlechte Idee.

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07.12.2020 – Sneaker Geschichte – nicht aufgeführt

21.12.2020 – Sneaker Geschichte – keine Platzierung

Über den Autor

Raffael Hanczig

Student
Raffael Hanczig hat drei Semester Technikjournalismus / Technik-PR an der Technischen Hochschule in Nürnberg studiert und ist 2020 zu Ressortjournalismus an der Hochschule Ansbach gewechselt.