Mein Umweg zum Traumstudium

Mein Umweg zum Traumstudium – 5 Dinge, die ich auf diesem Weg gelernt habe

Mit einer Ausbildung setzt man oft den Grundstein fürs Leben

Mein Umweg zum Traumstudium – 5 Dinge, die ich auf diesem Weg gelernt habe.

Der Weg zum Traumstudium ist nicht immer klar und eindeutig, manchmal wird dieser auch zu einem Umweg. Viele müssen erstmal herausfinden, was überhaupt ihr Traumstudium ist. Früher war es gang und gäbe, dass man den Beruf, welchen man gelernt hat, sein ganzes Leben lang ausübt. Diese Zeiten haben sich geändert. Heutzutage hat man sehr viele Freiheiten und Möglichkeiten sich zu verwirklichen. Dazu gehört ebenfalls, eine Ausbildung zu vollziehen und danach ein Studium anzutreten, was nochmal eine andere Berufsrichtung einschlägt, als man bisher ausgeübt hat.

Der Vorteil hierbei ist, dass man in seiner Ausbildung,- bei mir zur Hotelfachfrau, Grundsteine fürs Leben lernt.
Man muss nicht nur Verantwortung für sich selber übernehmen, sondern nun auch für die geleistete Arbeit. Hierbei lernt man selbstständig zu werden, was wiederum das Selbstbewusstsein stärkt. Während fast alle anderen Freunde nach der Schule, direkt zum studieren anfangen, lernen müssen und aber mindestens genauso viel Zeit für Studentenpartys haben, muss man sich den Partys früher, als alle anderen, entfernen oder gar Absagen erteilen. Das Arbeitsleben prägt einen ab Tag eins und begleitet einen auf dem Weg zum Erwachsen werden.

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Quelle: Bellevue Rheinhotel

Im Ausland findet man oftmals wieder zu sich selber

Der große Traum vieler Schüler ,- einmal ins Ausland, bitte. Und zwar direkt nach dem Abschluss.
Viele treibt es aus der gewohnten Umgebung heraus, weg von den Eltern, um endlich mal ein weiteres Stück der Welt zu sehen. Für viele ein Traumvorstellung, die in der Realität oft gar kein Zuckerschlecken ist.


Meine persönliche Erfahrung


Ich habe mich damals für ein Erasmus-Projekt entschieden. Das Ziel wurde ausgelost, was bei mir für viel Enttäuschung gesorgt hat, da mein größter Wunsch war, nach Italien zu gehen. Nun ging es für mich aber nach Budapest. Das Projekt sah eine Mischung aus Sprachunterricht und Arbeiten in einem Hotel vor Ort vor.
Viele andere Erasmus-Teilnehmer hatten nicht nur mit ihrem Zielort viel Glück, sondern ebenfalls mit ihrer Unterkunft, da die meisten direkt in einem Apartment unterkamen. Die vier weiteren Erasmus Teilnehmer, welche nach Budapest kamen, und ich kamen erstmal in einem Internat unter. Das entsprach schon nicht der Idealtraumvorstellung, doch dazu kam, dass die Ungarn nicht den größten Anspruch auf Sauberkeit hatten. Kurz um,- die Umstände waren miserabel. Zudem war mein Arbeitsplatz eineinhalb Stunden von Budapest entfernt,- und der Weg dorthin somit mit 5 Busumstiegen und sehr ruckeligen Fahrten verbunden. Die Innenstadt von Budapest ist sehr schön, günstig und zum feiern optimal. Der Umkreis davon, zeigt einem zudem nicht unbedingt die schönsten Flecken der Erde. Kurz um,- es lief vor Ort alles drunter und drüber und leider war dies auch der Grund für die vorzeitige Abreise.

Mein Fazit


Und auch, wenn dies wohl ein eindeutiger Umweg war, hat es mich wohl mehr geprägt, als ein Traumaufenthalt in Italien. Ich kehrte Frühzeitig, sehr krank, ohne Dach über dem Kopf,- da ich mein WG-Zimmer leider für die eigentliche Reisedauer von 6 Monaten untervermietet hatte, und ohne Job,- da ich diesen vor Reisebeginn natürlich gekündigt hatte, wieder in meine Heimat zurück. Und trotz all dem, war ich glücklicher denn je, wieder in München zu sein und schätzte alles um mich herum mehr, als je zuvor. Ich tankte neue Energie, sammelte mich, bekam einen neuen Job und schaffte es mit meinem Freund in weniger als einem Monat in München eine Wohnung zu bekommen. Wo ein Wille, da ein Weg. Auch, wenn dieser manchmal einen wieder zurück, zu den eigentlichen Wurzeln führt und immer näher an sein Traumstudium heran.

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Quelle: tu-tenerife.com
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Quelle: „obs/INITIATIVE auslandszeit“

Sich Vollzeit dem Berufsleben zu widmen, zeigt einem, ob man endgültig auf dem richtigen Dampfer ist

Die meisten starten nach dem Abschluss der Ausbildung weiter ins Berufsleben. Bekommen Verantwortung für eine Position und wachsen an dieser. Das Vollzeit-Berufsleben schenkt einem Eindrücke, die einem bisher verborgen blieben.

So widmete ich mich nach meinem Auslandsaufenthalt ebenfalls dem Vollzeit Berufsleben. Angestellt in der Reservierungsabteilung eines Hotels einer großen Hotelkette. Vor allem aber die Hotellerie ist eine Branche, in der man die Härte des Berufsleben am eigenen Leib jeden Tag zu spüren bekommt. Überstunden stehen an der Tagesordnung, sowie die scharfen Töne der Chefetage. Man sieht dabei zu, wie Abteilungsleiter immer mehr ihr Privatleben aufgeben, um sich einem Beruf zu widmen, der sie die Erfolgsleiter immer höher steigen lassen. Aber ist das wirklich so oder bleiben am Ende des Tages doch viele auf der Strecke oder verlieren sich selber? Ich fing an mir diese Frage immer häufiger zu stellen. Ebenso, wo ich eines Tages stehen möchte und mir wurde bewusst, dass ich mich in dieser Branche eines Tages zwischen einer Zukunft mit Familienleben und einer Karriere mit mehr Verantwortung entscheiden muss. Zudem war ich nicht so glücklich, wie erhofft. Da wurde mir klar, dass dies noch nicht meine Endstation ist.

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Quelle: t-online.de

Mit einem Ziel vor Augen lässt es sich leichter lernen

Vielen jungen Leuten fehlt anfangs die Motivation oder die entscheidenden guten Noten, um direkt auf das Gymnasium zu gehen, um dort ihren Abschluss zu absolvieren. Einige gehen anfangs auf die Realschule oder Hauptschule und entscheiden sich danach, doch noch weiter zu machen und landen letztendlich auf der Fachoberschule. Dank dem deutschen Bildungssystem, stehen den jungen Leuten viele Wege offen.

So auch mir. Als ich mich entschied, meinen Vollzeitjob zu kündigen, um meinen eigentlichen Traumberuf Journalismus zu widmen. Früher habe ich nicht viel Energie für die Schule aufbringen können. Doch mit einem Ziel vor Augen ließ es sich auf einmal viel leichter lernen. Endlich habe ich hinter all dem einen Sinn gesehen. Und die Motivation ist rapide gestiegen. Der Umweg zum Traumstudium hat sich also gelohnt.

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Quelle: Georg-Schleisinger-Schule
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Quelle: FosBos Straubing

Sich mit den Berufen der heutigen Zeit auseinander setzen

Was nun, wenn man merkt, dass man in der Branche, in der man arbeitet, nicht bleiben möchte? Richtig,- sich der restlichen Berufswelt widmen. Es gibt alleine ca. 330 Ausbildungsberufe in Deutschland. Die Chance, dass sich da einer für einen selber finden lässt, sollte relativ hoch sein.

Ich kann mich noch an den Tag erinnern, an dem ich mich entschloss, mich meiner Zukunft zu widmen.
Ich ging in den Schreibwarenladen und kaufte mir von der „Zeit“ den Studienführer.
Dieser half mir persönlich einen besseren Überblick über die Berufswelt zu erlangen und mir selber im klaren zu werden, wo ich hin möchte. Abgesehen davon, dass ich meinen Traumberuf schon kannte, wurde ich dadurch nur mehr darin bestätigt, dass das der richtige Weg für mich ist und sich somit der Umweg zu meinem Traumstudium gelohnt hat.

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Quelle: © chanpipat

Abschließend kann ich sagen, dass es sich lohnt, mutig zu sein und die Umwege zu meinem Traumstudium einzugehen, sowie seine Komfortzone zu verlassen. Der größte Anspruch an mich selber ist das zu tun, was ich liebe und andere Menschen damit zu inspirieren.

„Wer glücklich sein will, braucht Mut! Mut zur Veränderung! Neue Brücken zu bauen, alte Pfade zu verlassen und neue Wege zu gehen.“visualstatements.net


21.12.2020 – Mein Umweg zum Traumstudium – 5 Dinge, die ich auf diesem Weg gelernt habe – nicht aufgeführt

Über den Autor

Larissa Rings

Mein Name ist Larissa, ich bin 22 Jahre jung und gelernte Hotelfachfrau.
Nach meiner Ausbildung sammelte ich weitere Praxiserfahrungen in der Branche.
2018 entschloss ich mich, auf die wirtschaftliche Berufsoberschule zu gehen, um mein Abitur nachzuholen. Dabei stets das Berufsfeld Journalismus vor Augen, in dem ich mich seit meiner Kindheit sehe.
Schon seitdem ich lesen und schreiben gelernt habe, schreibe ich für mein Leben gerne.
Neben dem schreiben, habe ich viel Freude am organisieren und recherchieren und mich bei Foto- und Videoprojekten, sowie auf Social Media kreativ auszuleben.
Um mich in Balance zu halten, koche ich gerne und mache Sport.