NBA-Offseason: Wer hat die Qual der Wahl?

Wenige NBA-Spieler werden mit dieser Offseason zum Free-Agent. Sie haben ihre Zukunft nun selbst in der Hand.

Nun ist sie endlich hier, die NBA-Offseason. Free Agents, also die ablösefreien Spieler, gibt es reichlich. In diesem Artikel widmen wir uns den Top-Spielern, die mit ihrer Vertragsentscheidung die nächste Saison maßgeblich beeinflussen können.

Der Verlauf der kommenden NBA-Saison steht momentan noch in den Sternen. Sowohl die europäischen Länder, als auch der dauerhafte Corona-Hotspot USA sind wieder von steigenden Infektionszahlen betroffen. Eine erneuter Zuschauerausschluss dürfte der Liga Milliarden kosten.

Seit Jahren steigt die Zahl, die ein Team für die Gehälter seiner Spieler aufwenden darf immer weiter an. 2020 markiert den Unterschied. NBA-Offseason Free Agents

Doch Geld geht nicht nur durch ausbleibende Ticketverkäufe verloren, auch Merchandising und gekürzte Sponsoring- und Werbeverträge setzen der NBA zu. So müssen letztendlich nicht nur die Teams auf Geld verzichten, sondern auch die Spieler. Doch zunächst einmal die, die nun neue Verträge unterschreiben werden.

In puncto Free Agents ist diese Off-Season sicherlich nicht so angereichert wie 2019/20, dennoch lohnt es sich einen Blick auf diese Talente zu werfen.

AD UND LEBRON: MACHEN SIE ES NOCH EINMAL?

Dies ist ein sehr tolles Piktogramm.

Nach sieben unbefriedigenden Jahren bei den New Orleans Pelicans hätte es für „The Brow“ gar nicht besser laufen können. Direkt im ersten Jahr mit den „purple and gold“ gewinnt Anthony Davis als wesentlicher Teil an der Seite von LeBron James seinen ersten Championship.

Nun steht die Frage im Raum: Wie geht es weiter? Vor einem Jahr unterschrieb der Bigman den unter Spielern beliebten „1+1“-Vertrag. Dieser bietet ihm den Vorteil zu wählen, entweder nach nur einer Saison auszusteigen und sich eine neue Herausforderung zu suchen oder noch ein weiteres Jahr hinten anzuhängen.

Unwahrscheinlich ist jedoch, dass er die Spieler-Option über 28.751,775 Dollar ziehen wird. Auf dem freien Markt wird er mit hoher Wahrscheinlichkeit über 40 Millionen Dollar abgreifen könnte. Eine L.A.-Reunion gilt jedoch, aufgrund der Chemie mit dem King und dem Erfolg in der abgelaufenen Saison als sehr wahrscheinlich.

MEISSELN DIE PELS IHRE ZUKUNFT IN STEIN?

Ein weiterer Kanditat auf der Free-Agent Liste in diesem Jahr ist der 23-jährige Brandon Ingram. Mit einer langfristigen Verlängerung würde New Orleans den Grundstein für ein junges zukunftsfähiges Team legen. Denn neben dem amtierenden Most-Improved-Player verfügen die Louisianer auch noch über Top-Talent Zion Williamson und Point-Guard Hoffnung Lonzo Ball.

Dies ist ein sehr vielsagendes Piktogramm.

Ein Wechsel von „BI“ ist allerdings allein aufgrund seines Status als „Restricted Free Agent“ unwahrscheinlich. Dieser befähigt die Pelicans nämlich die Angebote aller anderen Franchises zu matchen und schließlich ihr Vorkaufsrecht auszuspielen.

Dass Ingram 2019/20 seine bisher beste Saison hingelegt hat, wird ihm, im Hinblick auf seinem neuen Vertrag sehr in die Karten spielen. Nun kann sich der Forward auf einen umfangreichen Gehaltsscheck freuen, der ihm mit Sicherheit weitaus mehr als die durchschnittlich 5.955,921 Dollar des bisherigen Rookie 4-Jahres-Vertrages einbringen wird.

DEMAR DEROZAN: GELD ODER ZUKUNFT?

Dies ist ein sehr aussagekräftiges Piktogramm.

Über die Jahre hinweg hat sich Demar DeRozan bereits einen Namen als einen der ligaweit besten Shooting Guards erarbeitet. Nach seinem unfreiwilligen Trade bleibt es nun rein seine Entscheidung welcher Aufgabe er sich als nächstes annimmt.

Mit 22.1 Punkten und 5.6 Assists bei einer Quote von starken 53.1% ist der gebürtige Kalifornier ein begehrter Small Forward. Allerdings würde ihm seine Spieler-Option auf ein weiteres Jahr in San Antonio 27.8 Millionen Dollar einbringen. Ob andere Franchises noch bereit wären für einen Spieler mit einem inkonstanten Dreier (25.7%) so viel zu bezahlen ist zu bezweifeln.

Und so bleibt die Frage: Bleibt Demar für das Plus an Gehalt oder nimmt er einen Paycut in Kauf?

WAS MACHT GORDON HAYWARD?

Dies ist ein sehr gutes Piktogramm.

Drei Jahre spielt Gordon Hayward nun für die Boston Celtics, na gut zwei wenn man seine Verletzung berücksichtigt. Rückblickend hatte er keine einfache Zeit und brauchte bis in diese, seine womöglich letzte Spielzeit für das Team aus Massachusetts um seinen Rhythmus zu finden.

Nun hat er die Möglichkeit seine Spieler-Option zu ziehen und weitere 31.9 Millionen Dollar einzuheimsen. Laut dem ESPN Analysten Zach Lowe hat Hayward hingegen andere Pläne. Er behauptet, Hayward habe seinen Agenten Mark Bartelstein damit beauftragt nach einem Trade-willigen Team zu suchen.

I think what his agent Mark Bartelstein is doing right now is canvassing the league.

ESPN’s Zach Lowe im „The Lowe Post“ Podcast
https://www.nbcsports.com/boston/celtics/nba-rumors-gordon-hayward-doing-al-horford-plan-and-exploring-open-market

MONTREZ HARRELL: DIE ZEICHEN STEHEN AUF ABSCHIED

Dies ist ein sehr schönes Piktogramm.

Das energiegeladene Kraftpaket der Los Angeles Clippers ist mit Ablauf der Saison zum „Unrestricted Free Agent“ geworden. Nun hat er wirklich alle Karten in der Hand. Als amtierender „Sixth Man of the Year“ und mit einem Karriere-Höchstwert in Punkten (18.6) hat der Bigman spätestens jetzt auf sich aufmerksam gemacht.

Sein bisheriger Kontrakt belief sich auf gerade einmal 6 Millionen US-Dollar. Trotz der finanziellen Einbußen aufgrund der Corona-Pandemie wird „Trez“ mit nicht weniger als 20 Millionen Dollar pro Jahr rechnen dürfen. Ob die Clippers, die mit Kawhi Leonard und Paul George zwei weitere hochdotierte Spieler zu bezahlen haben, dies gewähren können ist unwahrscheinlich. Doch an Interesse innerhalb der Liga sollte es bei seinen Leistungen nicht mangeln.

Es wird also noch einmal spannend, welche Veränderungen in dieser NBA-Offseason bezüglich der Free Agents stattfinden werden.

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21.12.2020 – nba offseason free agents – nicht aufgeführt

Über den Autor

Julius Ostendorf

Julius Ostendorf hat im Juli 2020 das Abitur an einem Wirtschaftsgymnasium in Jena, Thüringen absolviert.
Seit Oktober 2020 studiert er Ressortjournalismus an der HS Ansbach.