Zwangsstörung – OCD – eine psychische Erkrankung

Zwangsstörung – obsessive compulsive dissorder

Jeder Zwang ist Gift für die Seele.“

Ludwig Börne (1786 – 1837)

Was genau ist eine Zwangsstörung ?

Die Zwangsstörung äußert sich vor allem durch:

Zwangsvorstellungen sind wiederkehrende, unerwünschte, beängstigende Ideen oder Vorstellungen.

Zwangshandlungen ( auch Rituale genannt) sind bestimmte Handlungen. Befroffene fühlen sich gezwungen diese immer wieder auszuführen. Es wird versucht die Angst zu mindern oder zu vermeiden.

Viele können die Angst nicht unterdrücken, obwohl sie unrealistisch ist. Dies kann zu Konflikten im Alltag führen.


Welche Formen von OCD gibt es ?

Zwangsgedanken Zwangshandlungen

sind Denkstörungen von zwanghaften, aber unsinnigen Gedanken. Im Vordergrund steht die Angst durch eigene Handlungen für ein Unglück verantwortlich zu sein. Werden Gedankengänge nicht gut ausgeführt, kommen sie wieder.

  • Zwangsideen und – befürchtungen
  • Agressive Zwangsgedanken
  • Grübelzwang
  • Zählzwang
  • Wiederholungen
  • Erledigungen

Zwänge sind gelenkt von dauerhaften und eindringlichen Gedanken. Einige Personen beschreiben diese Gedanken als ‚Gedankenschleife‘. Diese sind oft Ursache für Sorgen oder Angst, obwohl die Gedanken nicht realisitisch sind.

sind zwanghaft gegen oder ohne den Willen ausgeführte Handlungen. Beim Versuch diese zu vermeiden, treten starke Anspannungen auf, daher entsteht ein Ritual. Handlung werden immer auf die selbe Weise ausgeführt.

  • Reinlichkeitszwang
  • Kontrollzwang
  • Ordnungszwang
  • Berührungszwang
  • verbale Zwänge

Einige Personen verspüren eine Art Erleichterung, wenn sie die Handlung ausführen. Andere müssen die Handlung mit der Zeit mehrmals ausführen. Erst dann kommt die Erleichterung.

Ein Drang ist das wiederholte Händewaschen, das Prüfen, ob Geräte ausgeschaltet sind oder das wiederholte Schließen von Türen. Es gibt jedoch viele Möglichkeiten eines Drangs.


Verbreitung bei Frauen und Männern

Bei Frauen öfters als bei Männern. Betrifft 2 bis 3 Prozent der Bevölkerung. Meist setzt eine Zwangsstörung im Alter von 19 bis 20 Jahre ein. Bis zu 30 Prozent haben oder hatten eine Tic- Störung.

Die Grafik stammt aus dem Jahre 2011. 4,2 Prozent der Frauen litten an Zwangsstörungen. Bei den Männern liegt der Wert bei 3,5 Prozent.

Etwa zwei von 100 Personen entwickeln eine Zwangsstörung im Laufe ihres Lebens. Am häufigsten wird sie im frühen Erwachsenenalter diagnostiziert. Jedoch kann jedes Alter betroffen sein.

Entstehung eines Zwangs

Zu Beginn können Einflüsse von schlimmen Lebensereignissen, wie Trennung und Verlust auftreten. Um diese Angst zu verringern, werden Zwangshandlungen ausgeführt. Die kurze Entspannung führt zur Wiederholung der Tätigkeit.

Sie wird mehr, solange sie als peinlich empfunden wird.

Ein Zwang ist auch genetisch bedingt, da Regelkreise zwischen bestimmten Gehirnregionen gestört sind. Eine Störung im Stoffwechsel des Botenstoffs Serotonin kann auch bestehen.


Diagnose und Behandlung der Zwangsstörung

Diagnose

Bevor der Zwang über einen Zeitraum von zwei Wochen anhält, sollte ein Arzt oder Psychotherapeut aufgesucht werden. Einschränkungen der sozialen und der eigenen Leistungsfähigkeit, deuten ebenfalls auf eine Störung hin. Es sind die eigenen Gedanken und kein Einfluss von Außen.

Für die Diagnose ausreichend ist entweder Zwangsgedanken oder zwanghafte Handlungen zu zeigen. Viele Betroffene zeigen jedoch beides. Ein Arzt sollte jede andere mögliche Ursache für die Symptome ausschließen. Bevor eine Diagnose erfolgt.

Behandlung

Erstens, ist es Ziel, angstauslösende Situationen und Gedanken ohne Zwangsverhalten zu meistern. Die Erfahrung auch ohne den Zwang zu entspannen, hilft dabei. Am Ende der Therapie werden Pläne und Verhaltensweisen erarbeitet. Um den Alltag besser zu meistern.

Zweitens können Medikamente verschrieben werden. Sie helfen Betroffenen, deren Gedanken und Zwänge den Beginn einer Psychotherapie beeinträchtigen. Hilfegruppen können dabei helfen, mit der Diagnose zurechtzukommen, Pläne zu erlernen und die Zwangsstörung zu bewältigen.


Wie lautet die Prognose einer Zwangsstörung ?

Zumal mit entsprechender Unterstützung und Behandlung lernen viele mit den Symptomen umzugehen. Am Ende erfolgt die Erholung. Einige betroffene Personen können lernen, mit den schlimmsten Symptomen umzugehen. Einige leichte Symptome können langfristig bestehen bleiben. Diese können aber wiederkehren, vor allem in stressigen Zeiten.

Zwänge sollten sich nicht verstärken, so dass der Alltag beeinträchtigt wird. Es sollte ein Arzt aufgesucht werden, sofern Symptome auftreten, sobald die Medikament abgesetzt sind, empfiehlt sich eine psychotherapeutische Begleitung. Bei acht von zehn Betroffenen bessern sich bei entsprechender Behandlung die Symptome langfristig. In vielen Fällen ist es sehr schwierig, die Erkrankung gänzlich zu überwinden.


Vorsorge

Folglich die Ursachen für Zwänge ist nicht eindeutig geklärt. Es gibt auch keine Vorbeugungsempfehlung. Ein früher Therapiebeginn ist die beste Voraussetzung für einen positiven Verlauf der Erkrankung. Eine zuverlässige Unterstützung kann auch helfen. Das Wiederauftreten von Symptomen sollte verhindert werden.

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Zwang ist ein Übel, aber es besteht kein Zwang, unter Zwang zu leben

Epikur von Samos (341 – 271 v. Chr.), griechischer Philosoph

7.12.2020 – Zwangsstörungen – OCD – nicht aufgeführt

Über den Autor

m.bahr

Ein kreatives Köpfchen, welches den Drang hat Geschichten zu schreiben und meistens diese auch in Videoform wiederzugeben.