Second-Hand Shopping – Nur ein Trend?

Sollte Second-Hand Shopping zur Gewohnheit werden?

In den letzten Jahren hat sich der Trend entwickelt, Kleidung von Vintage oder Second-Hand Läden zu kaufen. Retro-Shirts und verwaschene Jeans? Gar kein Problem. Das Second-Hand Shopping und der „Used-Look“ wurde zum Trend und es scheint auch erstmal so, als würde er noch eine Weile anhalten.

Das Bewusstsein für die Umwelt steigt

Offen für Umweltschutz

Das Internet und die Sozialen Medien sorgen für Aufklärung. Heutzutage sind die Menschen viel Informierter und wissen wo die künstige Kleidung der vielen Kleidungsgeschäfte herkommt und was für Folgen für die Umwelt dahinter stecken.

Vieles, was wir hier in Deutschland kaufen, kommt aus anderen Länder, wo es günstiger hergestellt werden kann. Beispielsweise Länder, in welchen die Arbeitskräfte günstiger sind und sie weniger Lohn erhalten, als sie in Deutschland erhalten müssten.

Die Folge sind nicht nur die unterbezahlten Arbeiter, sondern auch der aufkommende Transportweg. Die Kleidung wird daraufhin zum Beispiel in Flugzeuge geladen und es kommt zu mehr Kohlenstoffdioxid Ausstößen. Die Umwelt leidet unter „Fast Fashion“, aber warum wird diese immernoch in so vielen Geschäften angeboten?

Trend sorgt für Preiserhöhung beim Second-Hand Shopping

Trotz dem Trend des Second-Hand Shopping, sterben die Geschäfte die Fast Fashion verkaufen nicht aus. Warum ist dies so?

Das Problem heirbei ist eindeutig der Preis. Da wo es Nachfrage gibt, gibt es auch die Möglichkeit den Preis zu erhöhen.

In den letzen Jahren ist die Nachfrage an Second-Hand Kleidung gestiegen. Viele neue Läden haben geöffnet und gemerkt, dass die Nachfrage immer weiter ansteigt. Die Preise für die Artikel sind dem entsprechend auch angestiegen.

Was hat die Preiserhöung für folgen?

Klar gibt es viele „Trendfolger“, die weiterhin auch bei eigentlich unmenschlichen Preisen, die schon getragene Kleidung kaufen. Es ist ihnen egal, ob sie nun zehn Euro oder aber auch 25 Euro für einen Pulli zahlen. Hauptsache er sieht vintage aus.

Jedoch sind diese Menschen die Ausnahme. Trotz des steigenden Bewusstseins darüber, wie die Umwelt darunter leidet, wenn wir Billigkleidung aus anderen Ländern kaufen, sehen es viele Menschen nicht ein, für ein gebrauchtes Kleidungsstück viel Geld zu zahlen. Einige günstige Geschäfte kopieren den Vintage-Look der Kleidung, die gerade im Trend ist und verkaufen diese Kleidungsstücke um einiges günstiger.

Warum sollte ich als Käufer nun also einen teuren und auch noch bereits getragenen Pulli kaufen, wenn ich einen ähnlichen Pulli auch neu für die Hälfte des Preises bekommen kann.

Hauptsache billig

Leider verschwindet der Aspekt der Umwelt bei vielen leider in den Hintergrund, wenn es darum geht auf Schnäppchenjagt zu gehen. Hauptsache ich spare Geld ist hier das Motto.

Günstig heißt aber nicht gleich, dass man nur Fast-Fashion kaufen kann. Auch wenn die Preise vieler Second-Hand Läden steigen gibt es immer eine Alternative. Die Umwelt sollte immer im Vordergrund stehen und nicht der Geldbeutel.

Günstiges Second-Hand Shopping und zu einer besseren Umwelt beitragen, geht das?

Eine ganz einfache Antwort, ja das geht. Überall gibt es Geschäfte, die gebrauchte Kleidung noch sehr günstig verkaufen. Nach den Läden muss man vielleicht etwas länger suchen, aber auch wenn sie von außen vielleicht nicht gerade vielversprechend aussehen, nach etwas längerem Aufenthalt findet jeder etwas schönes und vorallem günstiges.

Tipp:

Auch Organisationen wie das Deutsche Rote Kreuz bieten in kleinen Kleidungsgeschäften in vielen Städten Second-Hand Kleidung an. Google doch einfach mal, vielleicht wartet schon bei dir um die Ecke das nächste besondere Einzelstück auf dich.

Auch online wird gebrauchte Kleidung angeboten. Nicht nur viele Second-Hand Geschäfte bieten zusätzlich zu den Artikeln in ihrem Laden noch online ihre Kleidung an. Es gibt des weiteren einige Plattformen auf welchen auch Privatpersonen ihre Kleidungsstücke verkaufen können. Ein Beispiel hierfür ist Kleiderkreisel. Jeder hat die Möglichkeit etwas zu verkaufen und den Preis selber anzugeben. Auch Handel wird nicht ausgeschlossen.

Was nicht vergessen werden darf, die Kleidung, die online angeboten wird muss per Post an den Käufer verschickt werden. Jedoch wird im Gegensatz zu der Kleidug, die neu aus dem Ausland kommt ein Kleidungsstück wieder verwendet und nicht, wie leider so oft nach zweimal tragen einfach weggeschmissen. Und was ist schlechter für die Umwelt, ein Kleidungsstück per Post durch Deutschland zu schicken, oder mehrere Stunden im Flugzeug?

Fazit

Fakt ist, wir sind alle einmal knapp bei Kasse. Und nur weil etwas gerde im Trend ist, heißt das nicht, dass wir diesem Trend auch alle folgen müssen. Fakt ist aber auch, dass wir alle darüber nachdenken sollten wie wichtig es ist, etwas gutes für die Umwelt zu tun. Also wenn du das nächste Mal denkst, dass du mal wieder eine neue Hose gebrauchen könntest, denk im ersten Schritt nicht nur daran, was für dich am einfachsten ist und wie du am günstigsten an diese neue Hose kommst. Denk daran was der Versand aus dem Ausland für dich und deine Mitmenschen für Folgen hat. Wieso nicht einfach etwas mehr Zeit investieren und dafür mit gutem Gewissen auf die Frage antworten zu können woher deine neue coole Hose ist.

Pro Umwelt

07.12.2020 – Second-Hand Shopping – Platz nicht ausgeführt.

21.12.2020 – Second-Hand Shopping – Platz nicht ausgeführt.

Über den Autor

Luisa Höner

Studentin
Luisa Höner machte 2019 ihr Abitur und studiert seit Oktober 2020 Ressortjournalismus an der Hochschule Ansbach.
Interessen: Fotografie, Schreiben, Reisen, Musik