Soll ich einen Führerschein machen?

Soll ich einen Führerschein machen?

Der Dauerbrenner aus dem 19. Jahrhundert


Tür auf, Motor an und los geht’s. Seit mehr als 1000 Jahren geht das schon so. Der Führerschein, für viele Menschen gar nicht mehr weg zu denken. Doch was steckt hinter einem Führerschein und warum ist dieser so beliebt?

Was ist ein Führerschein?

Der Duden definiert den Führerschein als „amtliche Bescheinigung, die jemanden berechtigt, ein Kraftfahrzeug zu führen“. Wer also einen Führerschein hat, der darf ein Auto fahren. Simpel, oder etwa nicht? Nicht ganz. Eine kleine Unterscheidung muss gemacht werden. Denn das scheckförmige Kärtchen ist lediglich die Beweisurkunde dafür, dass die eingetragene Person die Fahrerlaubnis der ausgewiesenen Fahrzeugklasse hat. Die Fahrerlaubnis ist die staatliche Zulassung zum Führen eines Kraftfahrzeuges. Anhand eines Beispiels wird es deutlicher: Das Fahren ohne mitführen des Führerscheins ist eine Ordnungswidrigkeit. Wo hingegen das Fahren ohne Fahrerlaubnis eine Straftat darstellt.

Beliebt, beliebter, Führerschein

Der Führerschein ist und bleibt ein be- und geliebter Gast im Kartenfach. Das Kraftfahrbundesamt weißt auch in diesem Jahr einen kleinen Anstieg auf. Zu Beginn des Jahres waren über 41,6 Millionen Fahrerlaubnisse registriert. Bei circa 83 Millionen Einwohner in Deutschland heißt das, dass fast jeder zweite eine Erlaubnis besitzt. Alleine im Bundesland Bayern sind es über 19 Millionen.

Fahrspaß in 16 Klassen

Seit 2013 gibt es deutschlandweit 16 Klassen. Zusätzlich gibt es bestimmte Sonderformen, wie das Fahren mit 17. Es muss weise entschieden werden, welche Klasse gefahren werden möchte. Denn für einzelne gibt es eine Altersbeschränkung: Die Führerscheinklasse C – Kraftfahrzeuge mit einer Gesamtmasse von über 3500 kg – darf erst ab 21 Jahren erlangt werden, sofern keine entsprechende Ausbildung absolviert wurde. Fahrzeuge der Klasse C1 – Kraftfahrzeuge mit einer Gesamtmasse zwischen 3500 kg und 7500 kg – dürfen nur bis zum Alter von 50 Jahren gefahren werden.                 

Bei so vielen Klassen verliert man doch schnell den Überblick, hier eine Liste: https://www.bmvi.de/SharedDocs/DE/Artikel/StV/Strassenverkehr/fahrerlaubnisklassen-uebersicht.html

Welche Klasse Du fahren darfst, ist auf der Rückseite des Führerscheins vermerkt!

Der Einfluss des Öffentlichen Personennahverkehrs

Trotz der hohen Anzahl der Führerscheine ist dieser nicht mehr essentiell. Zumindest nicht für alle. Über die letzten Jahre hinweg hat sich die Straßensituation sehr verändert. Heutzutage teilen sich Autos die Straßen mit Bussen, Straßenbahnen und Zügen. Es wird stetig an dem Ausbau dieser Netze gearbeitet. Der Öffentliche Personennahverkehr, kurz ÖPNV, ist für die Bevölkerung, welche nicht im Besitz eines Führerscheines oder Autos sind, die Rettung. Besonders in den Großstädten werden auf Führerscheine und Fahrzeuge verzichtet. In diesen Städten ist das auch problemlos machbar. Denn es bestehen genügend Möglichkeiten.

Außerdem spart es Zeit, da oftmals Staus vermieden werden können und das Problem einen Parkplatz zu finden, löst sich in Luft auf. Natürlich spielen auch die Kosten eine Rolle, besonders unter den Nichtverdienern. Wie viel Geld der Führerschein kostet, variiert von Bundesland zu Bundesland, sowohl von Fahrschule zu Fahrschule. Zwischen 1000 Euro und 3000 Euro ist alles dabei. Eine Summe, die vor allem diejenigen zum Schlucken bringt, deren einziges Einkommen das Taschengeld ist. Andere wiederum verzichten freiwillig auf den Schein, weil sie es nicht für notwendig halten –  und das ist vollkommen ok!                                                            

Unabhängigkeit, Mobilität, Abenteuer

Doch was machen Dorfbewohner? Menschen, die weit weg von Großstädten, Bushaltestellen und Bahnhöfen wohnen. Diese sind nun mal auf den Führerschein und ein Auto angewiesen. Außerdem gehört es für viele junge Menschen zum erwachsen werden dazu. Einen Führerschein zu besitzen, hat einige Vorteile, die Gleichzeitig auch die Beweggründe sind:

Unabhängigkeit und Selbstständigkeit: Eine unabhängige und selbstständige Person zu sein ist ein strebsames Ziel. Für Menschen aller Altersgruppen. Doch besonders die Heranwachsenden möchten das. Über Jahre hinweg haben Mama und Papa Taxi gespielt. Alles richtete sich nach dem Fahrer – verständlicherweise. Wer hält sich schon gern bis tief in die Nacht wach, sodass der Schützling Zeit mit Freunden verbringen kann? Es heißt also „Ciao“, wenn es klingelt und der Abholservice vor der Tür steht. Doch ist man selber Besitzer eines Führerscheines, richtet sich das „Ciao“ nach einem selber.

Mobilität: „Kann mich jemand abholen? Hab den Bus verpasst und der nächste fährt erst in sechs Stunden!“. Ein typisches und ätzendes Telefongespräch. Denn leider ist das Netz der öffentlichen Verkehrsmittel nicht in jeder deutschen Stadt und Gemeinde ausreichend ausgebaut. Mobilität und Dorfleben? Das passt selbst im 21 Jahrhundert noch nicht zusammen. Mobilität fängt erst dann an, wenn eine Fahrerlaubnis vorhanden ist. Damit ist es egal, wann die Abfahrtszeit des Busses ist. Nie mehr muss der Aufenthalt nach öffentlichen Verkehrsmitteln geplant werden. Freiheit, ist dabei das Stichwort!

Abenteuer: Tief in jedem steckt die Neugierde und die Lust auf etwas neues, auf ein Abenteuer. Unsere Welt hat einiges zu bieten, als nur die eigenen vier Wände und den Grünstreifen vor der Haustür. Führerschein eingepackt und los geht die Erkundungstour. Unzählige neue Orte warten, die zu Fuß oder mit dem Rad kaum erreichbar wären.

Nicht vergessen!

Dennoch darf bei all den schönen und positiven Dingen eines nicht vergessen werden: unsere Umwelt. Dass die Abgase der Autos enorm schädlich sind, ist kein Geheimnis. Aufgrund dessen ist es wichtig, ein gewisses Bewusstsein zu haben! Verzichtet auf unnötige Fahrten. Schwingt euch für kurze Strecken auf das Fahrrad oder geht zu Fuß. Auch die Nutzung der öffentlichen Verkehrsmittel, trägt einen kleinen Teil zur Emissionsreduzierung bei.


07.12.2020 – Warum Führerschein machen – nicht aufgeführt / 20.12 nicht aufgeführt

Über den Autor

Selina Brückner

Willkommen! Mein Name ist Selina und ich studiere im ersten Semester Ressortjournalismus. Meine Heimatstadt ist Höchstadt. Das liegt Nähe Erlangen. Seit klein auf bin ich begeistert von jeglichen Sportarten. Besondere Sympathien habe ich dem Fußball gegenüber, aber auch für unzählige Wintersportarten kann ich mich begeistern. Allen voran Biathlon und Nordische Kombination. Eine weitere Leidenschaft ist die Musik. Da insbesondere das Besuchen von Konzerten und Festivals.